Glossar

Die wichtigsten Begriffe rund um nachhaltige Geldanlage, kurz und verständlich erklärt, alphabetisch sortiert.

Aktie
Ein Anteil an einem Unternehmen. Als Aktionär bist du Miteigentümer und beteiligst dich an Gewinnen und Verlusten.

Anleihe
Ein Kredit, den du einem Unternehmen oder Staat gibst. Dafür bekommst du in der Regel Zinsen und am Ende dein Geld zurück, sofern der Schuldner zahlen kann.

Ausschlusskriterien
Branchen oder Praktiken, in die ein Produkt bewusst nicht investiert, etwa Kohle, Waffen oder Tabak.

Best-in-Class
Ansatz, bei dem aus jeder Branche die Unternehmen mit den besten Nachhaltigkeitswerten ausgewählt werden, auch aus kritischen Branchen.

CO₂-Zertifikat
Nachweis, dass an anderer Stelle eine bestimmte Menge CO₂ eingespart oder gebunden wurde. Qualität und Aussagekraft unterscheiden sich stark zwischen Anbietern. Mehr dazu auf der Seite Spenden und CO2-Ausgleich.

Depot
Ein Konto, auf dem Wertpapiere wie Aktien, ETFs und Fonds verwahrt werden.

Diversifikation
Streuung des Geldes auf viele Anlagen, Branchen und Regionen, um das Risiko einzelner Verluste zu verringern.

Einlagensicherung
Gesetzlicher Schutz für Guthaben bei Banken, falls eine Bank zahlungsunfähig wird. In der EU gilt in der Regel eine Grenze von 100.000 Euro pro Kunde und Bank. Wertpapiere sind davon nicht erfasst.

ESG
Steht für Environment (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (verantwortungsvolle Unternehmensführung). Die drei Bereiche dienen als Maßstab für Nachhaltigkeit.

ETF
Exchange Traded Fund, ein börsengehandelter Fonds, der meist einen Index nachbildet. Er ist breit gestreut und in der Regel kostengünstig.

Fonds
Ein Topf, in den viele Anleger einzahlen und den Fachleute in verschiedene Anlagen investieren.

Genossenschaft
Zusammenschluss von Mitgliedern, die gemeinsam ein Unternehmen tragen, zum Beispiel für erneuerbare Energien. Anteile sind meist nicht frei handelbar.

Green Bond
Eine Anleihe, deren Erlös für Umwelt- oder Klimaprojekte verwendet werden soll. Wie streng die Verwendung kontrolliert wird, ist je nach Anleihe unterschiedlich.

Greenwashing
Wenn ein Produkt oder Unternehmen umweltfreundlicher dargestellt wird, als es tatsächlich ist. Mehr dazu im Greenwashing-Check.

Impact Investing
Geldanlage mit dem erklärten Ziel, neben der Rendite messbar etwas Gutes zu bewirken, zum Beispiel für Klima oder Gesellschaft.

Mikrokredit
Ein kleiner Kredit an Menschen, die sonst kaum Zugang zu Bankkrediten haben, etwa um ein kleines Geschäft aufzubauen.

Notgroschen
Rücklage für unerwartete Ausgaben, meist drei bis sechs Monatsausgaben, die jederzeit verfügbar sein sollte.

Offenlegungsverordnung (SFDR)
EU-Regelwerk, nach dem Finanzprodukte offenlegen müssen, wie sie mit Nachhaltigkeit umgehen. Produkte werden dabei oft als „Artikel 6“, „Artikel 8“ oder „Artikel 9“ eingeordnet. Die Einstufung ist ein Hinweis, aber kein Gütesiegel.

Rendite
Der Ertrag einer Geldanlage, meist in Prozent pro Jahr angegeben. Vergangene Renditen sind keine Garantie für die Zukunft.

Sparplan
Regelmäßige, meist monatliche Einzahlung in einen Fonds oder ETF, oft schon mit kleinen Beträgen möglich.

Tagesgeld
Ein Bankkonto mit variablem Zins, auf das du jederzeit zugreifen kannst. Geeignet für den Notgroschen.

Thesaurierend und ausschüttend
Thesaurierende Fonds legen Erträge automatisch wieder an, ausschüttende zahlen sie an dich aus.

Gesamtkostenquote (TER)
Die jährlichen laufenden Kosten eines Fonds in Prozent des angelegten Betrags. Schon kleine Unterschiede wirken sich über Jahre stark aus.

Volatilität
Maß für die Schwankungen eines Kurses. Hohe Volatilität bedeutet große Ausschläge nach oben und unten.